Ersame's Rollenspielwelten 

Die Herrscher des Tals

Der Drache

 

Niemand hat je sein Gesicht gesehen. Tritt er auf, trägt er immer eine Rüstung aus massiven Gold, dessen Helm in Form eines Drachenkopfes gearbeitet ist.

Er ist im täglichen Leben wenig präsent, scheint aber die Fäden trotzdem fest in der Hand zu haben.

Allgemein wird angenommen, das er die meiste Zeit des Jahres im Drachenturm, der Spitze der Caer Caradyn verbringt, und dort Dinge tut, die ein uralter Magier eben so tut.

 

Die Gerüchteküche, über die Gründe für diese Abwesenheit, brodelt schon seid Jahrhunderten. Sie reicht von angeblich gibt es den Drachen gar nicht mehr, über er wandelt unter seinem Volk mit tausenden Gesichtern und weiß alles und sieht alles, bis zu er liegt in einem lebenserhaltenden Schlaf, aus dem er nur einmal im Jahr erwachen kann.

 

Es gibt nur zwei Gelegenheiten bei denen er sich, auf jeden Fall zeigt. Einmal im Jahr bei der Siegesfeier. So nennt sich der Jahrestag, an dem der Drache und sein Heer, vor über tausend Jahren Caradon der Regierung des Hauses Toran entriss. An diesem Tag, zieht eine Prozession durch die Stadt, an deren Spitze der Drache sich selber in all seiner Pracht präsentiert. Ein weiterer Moment an dem der Drache präsent ist, ist der an dem ein neuer regierender Herzog von Greifental offiziell in sein Amt eingeführt wird. Dann steigt der Drache herab und bestätigt diesen Vorgang, noch nie hat ein Herzog von Greifental sich als höchster seines Hauses erhoben ohne diesen „Segen“.

 

Die Herren der Länder

 

Es gibt vier von ihnen. Ähnlich der des Drachen, sind ihre wahren Namen unbekannt, wenn es außer ihnen selber noch jemand gibt, der sie kennt, vom Drachen abgesehen, dann scheinen sie nicht für jedes Ohr bestimmt zu sein.

Wie alt sie sind ist unbekannt. Angeblich begleiteten sie ihren Herrn, den Drachen, schon bevor er die Nomadenstämme zum Krieg gegen Toran zusammen führte. Auf jeden Fall aber waren sie bei ihm, als er das Land eroberte.

Sie sind mächtige Zauberwirker, an deren Macht auch Sölva als Herrin der Magie kaum heranreicht.

Ihre Aufgabe ist es, über die Adligen zu wachsen. Darauf zu achten, das die Gierigen nicht zu gierig werden und denken, das sie das, was sie mit Toran taten, auch mit dem Drachen tun könnten.

Wenn irgendwo die Drachenritter von der Kette gelassen werden, um Volk oder gar den Adel zu strafen, kann man meist sicher sein, das einer der Herrn eine Übeltat oder Intrige aufgedeckt hat und Konsequenzen zog. Wie die Herren der Länder an ihre Informationen kommen, ist nicht bekannt, jedoch ist von Spionen und viel Magie auszugehen.

Sie tragen die Namen ihrer Stammgebiete und so sind sie die Herren von Westen, Norden, Osten und Süden.

 

Herr des Westens

 

Er ist schon seid gut 300 Jahren nicht mehr in Erscheinung getreten. Es gibt sogar Stimmen die behaupten, es wäre den Rebellen gelungen, den Herr des Westens nieder zu ringen und er wäre längst tot.

Schloss Falkenhorst und auch die Stadt Seenstein, zeigen immer noch die künstlerische Ader seines Herrn. Nicht nur durch ihre Gebäude und Kunstwerke gilt die Stadt als Juwel, sondern auch in der Lebensart.

Die Repressalien durch den Adel sind deutlich geringer und die Menschen freier im Denken, als in Rest des Westens oder gar des Tals.

Von hier kommen die größten Künstler und Mediziner des Landes. Gefördert durch Gold das vom Herzog des Landes und dessen untergebenen Adelshäusern den Akademien und Kunstschulen bereit gestellt wird. All dies sind Hinterlassenschaften des verschwundenen Herrn des Westens, der sich immer für die Kunst und die Künstler eingesetzt hat, egal welcher Schicht sie angehörten.

Da der Herr des Westens sich nicht mehr um die Angelegenheiten seines Stammgebietes kümmert, ist nun das Herzogshaus Weitflug der uneingeschränkte Herrscher des Westens, ein Unikum im Tal.

 

Der Westen ist jedoch auch Söldnerland. Da der Westen das angestammte Gebiet der Rebellen ist, die das Land nach wie vor im Namen ihres ausgestorbenen Königreichs verteidigen und es immer wieder zu Scharmützeln kommt, brauchen die Adligen, gerade des äußeren Westens, die Unterstützung vieler bezahlter Klingen, um ihr Land und das Hab und gut zu schützen.

 

Herr des Nordens

 

Er ist sehr präsent und leitet aktiv die Ausbildung der Drachenritter und Kampfmagier, mit Unterstützung von Hochmeister Gunnar, der Anführer der Drachenritter von Burg Düsterfels und seinem Stellvertreter Hauptmann der Drachenritter Andri von Lilliental.

 

Wie der Drache verbirgt der Herr des Nordens sein Gesicht. Er trägt immer wenn er sich außerhalb seiner Räume aufhält, eine schwarze Zwergenstahlplatte, die genauso wie die des Drachen einen Drachenkopf als Helm besitzt.

Der Herr des Nordens hat den Ruf sehr militärisch Korrekt zu sein. Begegnet man ihm angemessen, ist er durchaus ein fairer und loyaler Mann, der hinter seinen Männern steht. Sein Zorn jedoch ist gewaltig und tötlich.

 

Seine Stadt Dämmerbrück, die Hauptstadt des nördlichen Bezirks, sieht er als reines Versorgungslager. Sie hat, abgesehen von der Hauptstadt, die größte Truppe Stadtwachen, da er der Ansicht ist, die Produktionsstätten der Drachenritter in Dämmerbrück müssten gut geschützt werden. Was sicherlich richtig ist, den keine andere Stadt wurde von den Priestern und anderen dunklen Kreaturen so oft belagert wir Dämmerbrück.

Dementsprechend bedrückend ist das Leben der einfachen Menschen an diesem Ort. Die Stadtwache kontrolliert alles. Wer nicht funktioniert wird nicht ins Gefängnis, sondern in das Loch gebracht, ein riesiger Krater direkt neben der Stadt in dem auch heute an den Rändern noch Marmor abgebaut wird. Hier hat sich eine Art kleine Stadt gebildet in der die Gewalt allgegenwärtig ist. Entfliehen kann man diesem Ort als Mittelloser kaum, da das Land selber nur spärlich besiedelt ist und in den Bergen lauern die Priester.

Es gibt hier viele Schmieden und alle Gewerke die in irgendeiner weise Dinge herstellen, die die Ritter brauchen.

Die Stadt an sich ist recht hässlich, durch die vielen Schmieden liegt, vor allem wenn es windstill ist, Brandgeruch in der Luft und eine schwarze Rußwolke über der Stadt, die ständig alles mit einer öligen Schicht überzieht. Hin und wieder regnet es an solchen Tagen sogar Asche.

 

Herr des Ostens

 

Er ist ebenfalls sehr präsent und er trägt den durch die Edelsteinmienen in seinem Land erworbenen Reichtum zur Schau, wo es nur geht. Der Herr des Ostens speist immer gut, feiert gerne Feste und hat einen ganzen Harem schönster Frauen um sich herum. Er ist stets in feinste Seide gekleidet, so kann man seinen schlanken gut gebauten Körper bewundern, was er durchaus genießt. Sein Gesicht ist jedoch immer ein anderes, ob nun mit Magie oder einer Maske vor seinen Zügen. Zwar ist es immer wunderschön, aber niemand kann sich sicher sein, je sein wahres Gesicht gesehen zu haben.

 

Allerdings ist er mehr als nur etwas paranoid und wähnt hinter jedem falschen Wort oder unbedachten Handbewegung ein Verrat und geht dabei mit der Todesstrafe außerordentlich leichtfertig um.

Der Herr des Ostens ist ausgesprochen arrogant und umgibt sich ausschließlich mit Personen aus den höchsten Schichten. Wenn man als Adeliger im Land noch etwas werden will, vielleicht weil man nur der Zweitgeborene ist, dann kommt man hierher und hofft in der Gunst des Herrn des Westens aufzusteigen, den er ist dafür bekannt, das er in der Erbfolge seiner Adligen eingreift.

 

Die Burg Klagenfurt ist ein unschöner Abklatsch der Pracht von Falkenhorst, sie wirkt unfreiwillig lustig, da ihr Herr im Laufe der Jahre in vielen verschiedenen, gerade modernen, Baustilen Anbauten erreichten ließ. In die er dann immer mit seinem ganzen Staat umzog. Jedoch hat er es sich nie nehmen lassen, die anderen Flügel seiner etwas wirren Burg mit Leben zu füllen und sie nicht verkommen zu lassen.

Trotzdem steht die Pracht im inneren der Burg, im krassen Gegenteil zu der Armut der Menschen in Nebelhain, seiner Hauptstadt. So kommt es, das wer etwas auf sich hält nicht in der Stadt lebt, sondern in den vielen Burgteilen, als Gast des Herrn der Burg.

 

Der Osten ist allgemein karg und muss immer wieder dem sumpfigen Boden abgerungen werden. Fast jeden Herbst überfluten, die über die Ufer tretenden, Wassermassen der Drachenträne das Land. Landwirtschaft ist hier ein hartes Brot. Der wahre Reichtum des Landes kommt aus den Mienen hoch oben in den Bergen, wo Edelmetalle und Edelsteine aus reichen Mienen gewonnen werden.

 

Herr des Südens

 

Er tritt selten offen auf. Aber anderes als der Herr des Westens, zeigt er sich doch mindestens einmal im Jahr in voller Pracht dem Volk. Dabei kleidet er sich gerne in die langen Gewänder der Farasi. Natürlich sind seine Kleider in der Öffentlichkeit stets aus besten Stoffen, doch ist der Schnitt sehr ähnlich. Sein Gesicht ist dabei immer hinter den Tüchern seines Kopfschmuckes verborgen

Der Anlass seines Erscheinens ist meinst die jährliche Siegesfeier, die selbstverständlich in allen Landesteilen gefeiert wird, er führt zusammen mit der Herzog von Flammheim die Prozession in Kreuzweg an.

 

Der Herr des Südens gilt als hoch intelligent, verschlagen und absolut skrupellos. Er ist ein Meister der Folter und genießt es diese öffentlich zu zelebrieren. Dabei geht er jedoch nicht inflationär vor, seine öffentlichen Folterungen sind selten, aber umso spektakulärer. Und jedes Mal auch eine klare Drohung an das Volk und vor allem an die Flammheims, ihm auch ja immer treu ergeben zu bleiben.

 

Mann sagt dem Herrn des Südens nach, das er viel im gesamten Reich des Drachen umherzieht und im Auftrag seines Herr, des Drachen, nach etwas bestimmten sucht.

Der Süden ist die grüne Kronkammer des Reiches, die nahe Lage zur Wüste sorgt für heißes, aber konstantes Wetter. Herbst und Frühjahr sind kaum vorhanden, dafür ist der Sommer scheinbar endlos und im kurzen Winter sieht man nur sehr selten Schnee.

Außer den unendlichen Feldern des Südens die mehrmals im Jahr reiche Ernte bringen, gibt es in den Bergen einige Erzvorkommen und auf den Hängen grast eine bestimmte Sorte Schaf, die eine besonderes feine Wolle ihr eigenen nennen.

Kreuzweg die Hauptstadt des Bezirkes liegt direkt am Eingang zum Nadelöhr, dem einzigen Übergang zum Reich der Farasi, der mit Lastkarren befahrbar ist. Die Stadt ist der Schnittpunkt zwischen dem Menschen und dem Zwergenreich, sowie dem Menschenreich und dem der Farasi, so sind für die Menschen hier der Anblick von Farasi und Zwergen keine Seltenheit und gehören zu ihrem täglichen Leben dazu. Den beide Völker unterhalten hier jeweils ein Viertel für sich. Auch wenn die Nor das nicht von sich sagen können, ist auch ihr Anblick hier nicht selten.